Unsere Ziele

Das Projekt hat mehrere Zielperspektiven:

  • den Menschen von Rojava einen Teil ihrer Geschichte zurückzugeben,
  • ein Kino als einen Bestandteil der gegenwärtigen Kultur zu implementieren,
  • einen Ort für den kulturellen Austausch zu etablieren,
  • einen Ort für Bildung und Erholung bereitzuhalten,
  • Aufbegehren gegen Zensur im mittleren Osten,
  • Begleitung der Errichtung des Gebäudes und seiner Geschichte durch ein Filmprojekt,
  • Ausgabe von Kameras an junge Menschen, damit diese ihr eigenes Leben in Rojava dokumentieren können,
  • Erstellen eines Projekthandbuchs, um ähnliche Projekte anregen zu können.

Zusammenfassung

Ein Kino-Gebäude zu errichten, ist ein in höchstem Maße politisches Projekt: Es steht nicht nur für die weitgehend unbeachtete Geschichte Kurdistans, sondern auch für die Freiheit von Zensur, egal ob in Syrien, der Türkei oder in Gebieten des sogenannten Islamischen Staates. Freiheit meint immer auch die Freiheit der politischen Diskurse und die des Ausdrucks eigenständiger Kulturen. Es gibt bereits gute Beispiele für solche Projekte, wie etwa das"Cinema Jenin" in Palästina oder das Internationale Filmfestival in den Polisario Camps der West-Sahara. Wir wollen das basisdemokratische Experiment in Rojava unterstützen, die Zivilgesellschaft stärken und stimmen den Bemühungen zu, Rojava als international anerkannte selbstständige politische Einheit zu behandeln.
Mit diesem Projekt rufen wir alle kulturellen Organisationen und kulturell Engagierte auf, die sich bisher noch nicht für die Solidarität mit Kurdistan eingesetzt haben. Wir werden unterstützt von Filmemachenden, an Theatern Tätigen und an Universitäten Lehrenden in Großbritannien, Kanada, USA, Mexiko, Chile, Türkei, Ägypten, Frankreich, Portugal, Spanien und Deutschland. Ferner werden wir unterstützt von der Beuth University Berlin und individuellen Unterstützern, zum Beispiel Carmen Castillo, Jose Quiroga oder Ken Loach, um nur wenige bekannte Namen zu nennen.
Wir schließen mit einem Zitat des britischen Filmemachers Ken Loach, der uns schrieb:
"Ein Kino in Amudê zu errichten, ist eine wunderbare Idee. Es sollte ein Ort des freien Austauschs sein, sowohl von Ideen als auch von Geschichten, dieser Ort sollte von Spannung und Humor geprägt sein und Verbindungen schaffen zu Menschen in der ganzen Welt. Ich freue mich ein Unterstützer dieses Kinoprojekts zu sein. Es sind tragische Zeiten, in denen die Menschen in dieser Region leben. Ich stimme mit euch überein, dass die Intervention des Westens an dessen eigenen Interessen orientiert ist und schreckliche Konsequenzen in der Vergangenheit hatte. Lasst uns hoffen, dass euer Kino ein Zeichen der Hoffnung sein wird."
(Ken Loach, London, 08.04.2015)

Abschlusserklärung

Abschlusserklärung der Konferenz zum Wiederaufbau Kobanes, abgehalten im Europäischen Parlament, Brüssel am 1. Juli 2015:

Rede bei der Konferenz zum Wiederaufbau Kobanes, vorgetragen im Europäischen Parlament, Brüssel am 1. Juli 2015:

(file: a-cinema-for-r_speech_ep_engl.docx