Ziel des Projekts ist die Errichtung eines Kulturhauses mit Kino in Amudê. Mit ca. 200 Sitzplätzen wird es neben einer Bühne zeitgemäße und zugleich einfach zu bedienende Technik enthalten, wie etwa Laptop und Beamer. Neben dem Low-Budget-Ansatz des Projekts sollte das Gebäude vornehmlich von Menschen aus der Region mit vor Ort vorhandenen Materialien errichtet werden.
Dieses Kulturhaus mit Kino versteht sich als ein Symbol internationaler Solidarität mit Rojava, getragen von der lokalen Jugend und in dem Internationalismus.
Es soll Beispiel sein für einfache und zugleich innovative Bautechniken, es ist nicht paternalistisch geprägt, sondern getragen von kooperativer Wertschätzung und nachhaltiger Wertschöpfung.

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Cinematograph 1960

Am Projekt nehmen teil: Architektinnen und Architekten sowie Expertinnen und Experten vor Ort die ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, beispielsweise in den Bereichen Herstellung von Ziegelsteinen, Bau von Solaranlagen zur Stromgewinnung, Kinotechnik, Beleuchtung, Möbelbau sowie Sicherheitstechnik, vor allem im Bereich Brandschutz. Bereits heute sind Filmemacherinnen und Filmemacher sowie technisch Versierte am Projekt beteiligt. Zudem wird das Projekt medial, u.a. in Zeitungen sowie auf Internetplattformen bekannt gemacht.

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Friedhof von Amudê

Die meisten der benötigten Materialien werden aus der Region gewonnen bzw. dort produziert; einige Materialien werden aus Deutschland bereitgestellt. Unter den politischen Gegebenheiten ist es derzeit kaum möglich, Baustoffe und Material über die türkische Grenze nach Kurdistan zu transportieren. Um die Grenzen offenzuhalten bzw. neu zu öffnen ist somit politischer Druck notwendig. Deshalb werden wir uns an NGOs und politische Parteien vornehmlich in Deutschland, Großbritannien und Lateinamerika richten, um sich für offene Grenzen in der Region einzusetzen.